Hier wird richtig Energie gespart

Das Effizienzhaus 40 Plus wird nach den höchsten Energiemaßstäben gebaut.

06.06.2016

Von: Xaver Habermeier

Neuburg-Fleischnershausen: Ab April gibt es einen neuen Standard: das KfW-Effizienzhaus 40 plus, den die KfW-Förderbank bezuschusst. Der bisherige Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird bei diesem Standard von 50.000 auf 100.000 Euro angehoben. Besonders an diesem neuen Standard ist, dass ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs unmittelbar am Gebäude erzeugt und gespeichert wird. Der Spatenstich für das erste Mehrfamilienhaus, das sowohl die neuen höchsten Energierichtlinien der KfW-Förderbank erfüllt als auch die strengen Kriterien des Sonnenhaus-Institut einhält, ist vor Kurzem in Neuburgs Südosten, in Fleischnershausen, erfolgt.

Bereits seit 1. Januar gelten aufgrund einer Novellierung der Energieeinsparverordung (EnEV) höhere energetische Anforderungen für Wohngebäude in Deutschland. Das seit 2009 von der KfW geförderte Effizienzhaus 70 entspricht jetzt dem gesetzlichen Mindeststandard bei Wohnungsneubauten und wird nicht mehr gefördert. Bisher hat die KfW etwa 420.000 Wohneinheiten mit diesem Standard finanziert. Weiter im Angebot bleiben die beiden Förderstandards KfW-Effizienzhaus 55 und 40.

Das „Effizienzhaus 40 Plus“ wird vom Bauunternehmen Schönacher aus Rödenhof gebaut. Es ist ein Vierparteien-Wohnhaus in Massivbauweise, das seine Energie für Warmwasser, Heizung und jetzt auch Haushaltsstrom zum großen Teil aus der Sonne beziehen wird. Wie der Bauherr erklärt, wird neben dem 15.000 Liter fassenden Wasserspeicher, der die gewonnene Sonnenenergie speichert, erstmals im Mehrfamilienhaus eine zusätzliche Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher verbaut. Dies senke nicht nur den Allgemeinstrombedarf deutlich, sondern bringe über ein spezielles Betreibermodell den günstigen Solarstrom auch direkt in die Wohnungen aller Mieter. Geringe Nebenkosten sind hier die angenehme Folge für die Bewohner. Zudem wird die Umwelt geschont, da nur noch sehr wenig Restenergie aus dem Strom- und Gasnetz bezogen wird. „Das ist eine nochmalige Verbesserung unseres Sonnenhauskonzepts für die Zukunft und unser Beitrag für die Energiewende'“ unterstreicht Geschäftsführer Thomas Schönacher.

Die Kombination aus hochwertigen Baustoffen und dem Einsatz effizienter Haustechnik seinen zwar teurer als eine konventionelle Bauweise, doch die eingesparten Nebenkosten würden diese Mehrkosten abfangen. „Gerade, wenn die Strom- und Gaspreise wieder anziehen, wird dieses Hauskonzept weiter mit niedrigsten Unterhaltskosten punkten“, so Schönacher.

Eine weitere Neuheit sei das Energie-Monitoring für ein Mehrfamilienhaus. Hier erhalten die Bewohner jederzeit Einblick in die aktuellen Energiebilanzen. Sie können damit ihr Verhalten anpassen und die gespeicherten Energiereserven noch effektiver nutzen.