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13.01.2015

Solare Heizungsunterstützung oder nur Warmwasser solar erzeugen?

Mit solarer Heizungsunterstützung können sie ihre Heizkosten deutlich senken. Das schont das Haushaltsbudget und die Umwelt.


Solare Heizungsunterstützung lohnt sich in den allermeisten Fällen

Solare Heizungsunterstützung oder nur das Warmwasser solar erzeugen – vor dieser Frage stehen Bauherren und Renovierer, die sich mit der Anschaffung einer Solarthermie Anlage beschäftigen. Das Wichtigste vorweg: Setzen Sie lediglich auf eine solare Warmwasserbereitung, dann wird das ihr Haushaltsbudget schon spürbar entlasten, aber sie lassen auch eine Menge kostenloser Sonnenwärme ungenutzt. Dafür sind die Investitionskosten für eine Anlage zur solaren Warmwasserbereitung niedriger. Wenn Sie eine Solaranlage mit solarer Heizungsunterstützung installieren, können sie dagegen einen wesentlich höheren solaren Deckungsgrad erreichen.

 

Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung - so funktioniert Solarthermie

Ein Sonnenkollektor wandelt das Licht der Sonne in Wärme um und erhitzt damit ein Frostschutz-Wassergemisch, das durch den Kollektor geleitet wird. Diese Wärmeträgerflüssigkeit bringt die Wärme dann über einen Wärmetauscher in den Solarspeicher ein. Das abgekühlte Gemisch wird anschließend wieder hoch zum Kollektor gepumpt und erneut erhitzt.

 

Ein Solar- oder Pufferspeicher gleicht das schwankende Energieangebot der Sonne aus, indem er die Sonnenwärme in Form von heißem Wasser speichert. Wird die Energie im Haus benötigt, übergibt der Pufferspeicher die Wärme mittels eines Wärmetauschers an den Heizkreislauf, der die Zentralheizung oder die Warmwasserbereitung speist. Ist der Solarspeicher ausreichend groß dimensioniert, kann das Haus auch an mehreren, aufeinanderfolgenden trüben Tagen mit heißem Wasser und Heizenergie versorgt werden.

 

Was bedeutet solare Heizungsunterstützung?

Solarthermie-Kollektoren erzeugen keinen Strom. Sie stellen die Sonnenenergie direkt für die Warmwasserbereitung und die Heizung bereit. Besonders effizient lässt sich die Sonnenwärme nutzen, wenn man sie in einem möglichst großen, gut isolierten Solarspeicher sammelt, der bei Bedarf Wärme in den Heizungs-Kreislauf einspeist. Dann spricht man von solarer Heizungsunterstützung – im Gegensatz zur reinen Warmwasserbereitung. Die meisten Heizungen haben bereits die passenden Anschlüsse dafür. Zum Teil sind auch die Steuerungen schon vorbereitet.

 

Für die solare Heizungsunterstützung benötigen Sie eine ausreichend große und möglichst nach Süden ausgerichtete Dachfläche. Zudem ist ein größeres Speichervolumen und eine größere Kollektorfläche nötig als bei einer Warmwasseranlage.

 

Vor allem in den Übergangszeiten im Frühjahr und im Herbst leistet die Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung einen deutlichen Beitrag zur Beheizung der Immobilie. Im Winter muss die reguläre Heizung zwar arbeiten, aber deutlich weniger als ohne Solaranlage. Neben den Heizkosten wird auch der CO2-Ausstoß deutlich reduziert.

 

Da Ölkessel, Gastherme oder Wärmepumpe dank Solarthermie weniger leisten müssen, senkt die solare Heizungs­unterstützung nicht nur den Brennstoff- oder Stromverbrauch. Auch der Verschleiß der Heizungsanlage wird vermindert.

 

Insgesamt kann eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung bis zu 40 % der Energiekosten einsparen! Das entlastet das Haushaltsbudget um einiges. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Heizung mit Abstand die höchsten Energiekosten im Haushalt verursacht.

 

Die wichtigsten Voraussetzungen für solare Heizungsunterstützung

Die entscheidende Voraussetzung für die solare Heizungsunterstützung ist eine geeignete Dachfläche. Denn die Dachausrichtung und der Neigungswinkel beeinflussen maßgeblich die Effizienz der Anlage. Im Idealfall ist das Dach nach Süden ausgerichtet. Der optimale Neigungswinkel des Daches für den Betrieb einer Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung liegt zwischen 35 und 60 Grad.

Ist die Dachneigung nicht ausreichend, kann das durch Aufständerungssysteme ausgeglichen werden. Diese bringen die Solarkollektoren dann in die optimale Position. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Kollektoren nach Möglichkeit auf Dachflächen ohne Verschattungen installiert werden. Denn Schattenwurf kann die Leistung der Anlage negativ beeinflussen.

Erfüllt die Dachfläche alle Voraussetzungen für eine solare Heizungsunterstützung, kann mit der Planung und Berechnung der Solarthermieanlage begonnen werden. Dies ist nicht ganz einfach. Je größer die Solarthermie Anlage, desto mehr Sonnenwärme trägt die Anlage zur Heizung bei. Allerdings steigen mit der Größe auch die Investitionskosten. Hier ist es wichtig, den optimalen Kompromiss zu finden. 

 

Attraktive Förderungen für die solare Heizungsunterstützung

Bei der Förderung werden Solaranlagen zur Heizungsunterstützung anders behandelt als Solarthermie zur reinen Warmwasserbereitung.  So fördert das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt, kurz MAP, des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Solarthermie zur Heizungsunterstützung mit bis zu 90 Euro pro m² Kollektorfläche. Ab 9 m² gibt es sogar einen Mindestzuschuss von 1.500 EUR. Mit diversen Boni lässt sich der staatliche Zuschuss sogar noch erhöhen. Leider werden Solaranlagen durch das MAP nur im Bestand gefördert (Bauanzeige vor dem 01. Januar 2009).

Solarthermieanlagen zur reinen Warmwasserbereitung sind von dieser attraktiven Förderung leider ausgeschlossen. Anlagen für Solarwärme, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, werden aber über das Innovationsförderungsprogramm der BAFA staatlich unterstützt. Details zu den einzelnen Förderprogrammen der BAFA und auch der KfW finden Sie hier. [Link zur Solarförderung]

 

Solare Warmwasserbereitung – einfacher, aber auch gut

Ist nicht genug Dachfläche vorhanden und die Dachneigung nicht ausreichend für eine solare Heizungsunterstützung, dann sollte zumindest geprüft werden, ob die Warmwasserbereitung mit solarer Wärme unterstützt werden kann. Allein das entlastet das Haushaltsbudget schon spürbar. Eine Solaranlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung lässt sich in der Regel wesentlich einfacher auslegen als eine Anlage zur solaren Heizungsunterstützung. Hier geht man in der Regel davon aus, dass für jeden Mitbewohner ca. 1,5 bis 2 m² Kollektorfläche benötigt werden. Auch der Solarspeicher muss entsprechend ausgelegt werden. Mit 300 bis 400 Litern sollte man bei einem Vierpersonenhaushalt rechnen. Dann kann die solare Warmwasserbereitung im Sommer, in der Übergangszeit und bei entsprechender Witterung sogar im Winter den Warmwasserbedarf einer vierköpfigen Familie komplett abdecken.

 

Solaranlage zur Heizungsunterstützung oder zur reinen Warmwasserbereitung?

Eine solare Heizungsunterstützung lohnt sich in den allermeisten Fällen. Allerdings lassen sich dazu keine pauschalen Aussagen treffen. Ist eine geeignete Dachfläche vorhanden mit entsprechender Neigung und in südlicher Richtung, dann kann der Energieverbrauch durch die solare Heizungsunterstützung deutlich gesenkt werden. Auf jeden Fall sollte man einen kompetenten Fachmann zurate ziehen. Dieser kann die Effizienz der Solaranlage durch Simulationen relativ genau berechnen.